Mehr Geld verdienen, um Gutes zu tun

Wenn man überlegt, wie man die Welt besser machen könnte, dann ist einer der ersten Gedanken, seinen Job zu kündigen und bei einer NGO zu arbeiten, um Menschen in Not zu helfen.

Paradoxerweise ist dies jedoch oftmals gar nicht der klügste Weg, um möglichst vielen Menschen zu helfen. Stattdessen kann es sinnvoll sein, seine eigene Karriere voranzutreiben, um mehr zu verdienen, und einen Teil dieses Geldes dann zu spenden.

Wenn du z.B. ein Banker mit sechsstelligem Jahreseinkommen bist, dann kannst du vermutlich genug Geld spenden, um tausenden Menschen in Afrika Nahrung und Medizin zu finanzieren. Würdest du aber den Job kündigen und vor Ort arbeiten, wäre dein Impact möglicherweise geringer.

Es ist also gar keine Schande, viel Geld zu verdienen, solange man einen Teil davon effektiv spendet. Wie du mehr Geld verdienen kannst, wollen wir dir hier erläutern.

Mehr Geld im Job verdienen

Die erste Möglichkeit ist es, mehr Geld in deinem Job einzunehmen. Hierzu könntest du bei deinem Vorgesetzten um eine Gehaltserhöhung bitten.

Natürlich ist es unwahrscheinlich, dass dein Chef dir mehr Geld gibt, nur weil du ihm hoch und heilig versprichst, damit die Welt ein bisschen besser machen zu wollen.
Stattdessen solltest du also schlagkräftige Argumente haben, warum dein aktuelles Gehalt deiner Leistung nicht mehr angemessen ist.

Generell sollte eine Gehaltsverhandlung immer freundlich und kooperativ ablaufen. Du darfst also keinesfalls verbittert oder enttäuscht reagieren, wenn dein Chef deinen Wunsch ablehnt.
Stattdessen solltest du versuchen, das Ganze positiv zu sehen und auch mit dem Chef ausloten, welche Bedingungen erfüllt sein müssten, damit du ein höheres Gehalt erhalten könntest.

Eine andere Option ist es, dich nach alternativen Jobs umzuschauen. Es spricht nichts dagegen, in deinem Hauptjob eine Woche Urlaub zu nehmen und in dieser Zeit Bewerbungsgespräche bei anderen Unternehmen zu führen.
Solltest du hier alternative Jobangebote bekommen, ist dies auch eine Bestätigung für dich, dass deine Person am Arbeitsmarkt gefragt ist.

Ob du eines dieser alternativen Angebote annimmst, ist natürlich dir überlassen. Geld alleine ist nicht alles; auch das Arbeitsklima solltest du berücksichtigen.
Auf jeden Fall sind alternative Jobangebote aber auch eine gute Absicherung für die Gehaltsverhandlung mit deinem Chef, da du nun weißt, was für einen Wert andere Unternehmen dir beimessen.

Passives Einkommen

Ein weiterer Weg, mehr Geld zur Verfügung zu haben, liegt im Konzept des passiven Einkommens. Hierbei handelt es sich um Einnahmequellen, die entkoppelt von deiner investierten Arbeitszeit sind.

Ein typisches Beispiel sind Nischenseiten, also kleinere Websites, die ein Nischenthema behandeln und oftmals durch sogenannte Affiliate-Links monetarisiert sind. Das heißt ganz konkret: Du empfiehlst auf deiner Seite Produkte von einem Händler (z.B. Amazon) und bekommst eine Provision, wenn ein Besucher dann das entsprechende Produkt kauft.

Weitere Ideen sind E-Books, die du über Amazon Kindle verkaufen kannst. Auch Handy-Apps oder Handy-Spiele können viel Geld einbringen, sind aber mit hohem Arbeits- und Marketingaufwand verbunden.

Generell ist es eine sehr langfristige Angelegenheit, ein passives Einkommen aufzubauen. Es kann Jahre dauern, bis du hiermit mehr verdienst, als mit deinem Hauptjob. Aber im Gegensatz zu normaler Arbeit verdienst du hier auch Geld, wenn du gerade nichts tust und du kannst langfristig eventuell mehr Geld verdienen als in einem gewöhnlichen Job.

An wen spenden?

Sollte es dir gelungen sein, dein Einkommen zu erhöhen, musst du nun entscheiden, an wen du dein Geld spendest.
Du kannst beispielsweise nach lokalen Vereinen, Stiftungen, Tafeln oder Obdachlosenheimen suchen, die Spendengelder annehmen. Vorteil hierbei ist, dass du oft direkt in Kontakt mit den wichtigen Personen kommen kannst und so auch persönlich erfährst, wie dein Geld letztendlich verwendet wird.

Auch große Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen sind natürlich auf Spendengelder angewiesen. Allerdings ist es für dich als Außenstehender oft nicht ersichtlich, wie genau dein Geld dort verwendet wird. Es besteht also durchaus die Gefahr, dass nur ein kleiner Teil des Geldes wirklich bei Bedürftigen ankommt.

Eine Alternative liegt in einer Spende an die Stiftung für effektiven Altruismus. Diese Organisation verwendet die Spendengelder mit dem Ziel, den maximalen Nutzen daraus zu generieren. Dies mag zwar eher unemotional klingen, aber letztendlich zielt man darauf ab, möglichst vielen Menschen zu helfen.

Letztendlich ist es deine Entscheidung, an wen du spendest, und du solltest dir hiermit auch genügend Zeit lassen. Manche Stiftungen arbeiten mit Geld deutlich effizienter als andere. Du kannst also mit der richtigen Stiftung deinen Impact nochmals vervielfachen.